Behindertenausweis

  1. Antrag stellen

Den Antrag für den Behindertenausweis erhält man beim Bürgeramt oder den Geschäftsstellen und Bezirksämtern der jeweiligen Stadt. Dem ausgefüllten Antrag sollten sämtliche ärztliche Berichte und Bescheinigungen (evtl. auch Stellungnahmen von Ärzten oder Therapeuten) beigefügt werden. Es ist wichtig, alle Einschränkungen oder Erkrankungen ausführlich darzulegen.

2. Grad der Behinderung (GdB)

Aus den eingereichten Unterlagen wird der Grad der Behinderung errechnet. Er beschreibt die Schwere der Behinderung. Abhängig vom GdB sind bestimmte Nachteilsausgleiche   Link

3. Merkzeichen:

In Deutschland gibt es folgende Merkzeichen: G, aG, B, RF, H, BI, GI, sowie T, 1. Kl, VB und EB

Die meisten Kinder mit DS erhalten  Merkzeichen aus der folgenden Auflistung:

G= erhebliche Gehbehinderung

aG= außergewöhnliche Gehbehinderung

B= Berechtigung zur Mitnahme einer Begleitperson

H= Hilflosigkeit

Bl= Blindheit

Gl= Gehörlosigkeit

genauere Infos  Link

Das Merkzeichen B ist für Eltern wichtig, da man zum Teil kostenlose Beförderung in öffentlichen Verkehrsmitteln erhält und häufig im innerdeutschen Flugverkehr.

Auch in Bädern, Bergbahnen, Freizeitsparks, im Kino oder ähnlichen Freizeiteinrichtungen erhält man des Öfteren vergünstigten oder kostenlosen Eintritt. Darüberhinaus kann es sein, dass man in Krankenhäusern einen günstigeren Parktarif erhält.

 

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Feststellung des GdB und der Merkzeichen sehr unterschiedlich (je nach Sachbearbeiter?) ausfallen kann. Auch die Gültigkeitsdauer des Ausweises kann sehr stark variieren. Nach Erhalt des Bescheids lohnt es sich auf jeden Fall, alle festgestellten Merkzeichen zu prüfen und gegebenenfalls Widerspruch einzulegen (innerhalb von 4 Wochen nach Erhalt des Bescheids).